Quicklinks
Jun 12 2013

Ron Paul vs. 1984

Immer wieder beeindruckend, wie sehr die Realität jede noch so schlimme Annahme in den Schatten zu stellen vermag. Die absurden Ankündigungen, dass Befehlsempfängerin Angela Merkel das Thema “PRISM” zur Sprache bringen will und all die mediale Empörung … – verarscht uns ruhig weiter. “1984″ war bereits 1984 – statt des Televisors an der Wand wir halt mit immer aktiven und in einem 2-Meter-Radius befindlichen Mobiltelefonen bewaffnet wurden.

Minipax (Krieg der Gerechten) sorgt für stetig neue Kriege, Miniwahr (Medien) sorgt für konstanten Brainwash. Repression hält die Herde im Zaun, des Schäfers Hunde weisen den Weg. Schöne neue Welt – wir sind so frei wie das Vieh im Stall. Anbei ein Mitschnitt einer Rede von Ron Paul aus dem Jahre 1984. Wo sind die Ron Pauls dieser Welt?

“…I believe that at this point in history, the greatest danger to our freedom and way of life comes from the reasonable fear of omniscient State powers kept in check by nothing more than policy documents.” (Edward Snowden)

Mai 27 2013

Georg Büchner verabschiedet sich aus dem Rostocker Stadthafen und macht sich auf zu ihrer letzten Fahrt.

Das ehemalige Fracht- und Ausbildungsschiff Der Deutschen Seerederei, die Georg Büchner, liegt seit 2003 im Rostocker Stadthafen und wurde als Hotelschiff betrieben. Sie soll heute heute ihren Liegeplatz verlassen und macht sich auf zu ihrer letzten Fahrt ins litauische Klaipeda. Bewegt von Schleppern, da das Schiff keinen eigenen Antrieb mehr besitzt. In Klaipeda soll der Stahlkoloss dann demontiert und der wertvolle Stahl verkauft werden.
Ein für die Allgemeinheit sehr undurchsichtiger Vorgang, der (privatisierten) Betreiberverein, eine Belgische Initiative, die Stadt Rosotck und ihre Bürgeschaft in wochenlange Auseinandersetzungen gebracht hat. Die jetzt erfolgte Verlegung, schafft Tatsachen.
Neben der MS Stubnitz die vor fast einem Jahr den Hafen verlassen hat, nun ab heute Abend ein weiterer leerer Spot im Stadthafen, der einmal Traditionsschiffen vorbehalten war.
Der Schlepper AJAX schleppt die GEORG BÜCHNER.
Er ist live auf FleetMon.com zu beobachten

UPDATE 28.05.2013 9:30 Uhr Diesen Beitrag weiterlesen »

Apr 26 2013

Relevant vs. Neu


Sehr guter Artikel zur inflationären Nachrichtenkultur der modernen Welt und was diese aus uns macht.
“In der Realität ist der Konsum von Nachrichten ein Wettbewerbsnachteil” …
http://www.rottmeyer.de/den-konsum-von-nachrichten-einstellen-2/

Apr 26 2013

Vom Unsinn der Rotationswähler

Nur ein Narr wählt seinen Henker selbst. Alle Jahre wieder … – und ganz gewiss auch diesmal. Was würde eigentlich passieren, wenn keiner mehr Wählen geht und wir keine Regierung hätten? Schlimm? Wenigstens könnte dann keiner das Land weiter reinreiten und wichtige Infrastruktur verscherbeln …

Feb 13 2013

Petrodollar?

Wer den Petrodollar versteht, der so ziemlich alle US-Kriege der letzten Jahrzehnte versteht.

Jedes Land, welches Öl aus einem Öl produzierenden Land kaufen möchte, dies bisher in US-Dollar tun mußte. Das war eine langjährige Vereinbarung in allen Erdöl exportierenden Ländern, auch bekannt als “OPEC”, der Organisation Erdöl exportierender Länder. England kann zum Beispiel nicht einfach Öl aus Saudi-Arabien kaufen mit britischen Pfund. Stattdessen muss England seine Pfund zunächst gegen Dollar tauschen. Deutschland mußte sich auch erstmal Dollar beschaffen, um Öl kaufen zu können. Und so wurde der Bedarf an Dollars künstlich hochgehalten und die Auswirkungen der Gelddruckerei verteilten sich auf umso mehr Menschen, was genial war für den, der die Dollars drucken konnte. Was würde aber nun passieren, wenn niemand mehr Dollars bräuchte, weil z.B. mit beliebigen Währungen für Öl bezahlt wird, wie es seit ein paar Jahren immer häufiger versucht wird?
Diesen Beitrag weiterlesen »

Jan 31 2013

Verwahrlosung der Medien

Definition Verwahrlosung: “Verwahrlosung bezeichnet einen Zustand, in dem die Mindesterwartungen, die die Gesellschaft an eine Person, ein Tier oder eine Sache stellt, nicht erfüllt sind. Der Begriff ist vor allem jugendhilferechtlich, soziologisch, zunehmend aber auch ökonomisch definiert.”

Eine Spielwiese für Störenfriede, die sich nicht damit abfinden wollen – das ist der Störsender.

Jan 18 2013

Unterstütze Deinen Landwirt vor den Toren der Stadt!


Wir unterstützen die erste Infoveranstaltung der sich gründenden Solawi Rostock – solidarische Landwirtschaft,
am Dienstag, 22. Januar, 2013  19:00 Uhr, Justus-von-Liebig-Weg 6, Rostock, Hörsaal der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät,

möchten alle Interessierten herzlich einladen und veröffentlichen hier den Einladungstext:

Ist regional das neue Bio?
Regional – was ist so besonders daran? Besonders ist, dass die meisten Lebensmittel, bio oder nicht, quer um den Globus gefahren werden, um zu uns zu kommen. Es muss jede Menge Energie in Form von Erdöl aufgewendet werden und Tonnen von CO2 freigesetzt werden, um sie zu uns zu bringen. 
Heißt so konkret wie simpel: Der Bio-Salat aus Spanien schädigt die Umwelt.
Die lokalen Erzeuger haben dabei das Nachsehen.
Diesen Beitrag weiterlesen »

Jan 10 2013

Von der Katastrophe in die Anastrophe

Großartiger Vortrag wie ich finde und auch mit wenig Fachkenntnis gut verständlich. Erfrischend, zu welch mutigen Aussagen ein Professor im Stande. Wen das große Ganze interessiert und wissen will, in welchen Abgrund wir zu schauen verdammt, der möge die 90 Minuten investieren. Am besten in HD und Vollbild, dann kann man seine Folien gut erkennen. Und ja, ich höre jetzt auf den Blog zu pflastern. Ehrlich.

Jan 08 2013

Assad vs. Miniwahr

Weil mir die westliche Anti-Assad-Propaganda gerade schwer auf die Nerven geht, hier eine kindgrechte Video-Zusammenfassung von dem, was dort meines Erachtens gerade wieder vor sich geht. So ein US-Speichel-leckendes Pack … – der böse, böse, gesprächsbereite Diktator muss weg. Doch zeitgleich sie viel schlimmeres Pack an der Macht halten, weil Pro-westlich – grandios. Wie bedeutungslos eigentlich unsere Medien und Politik-Darsteller sind, wenn sie doch nur die jeweils befohlene Agenda durchtrommeln. PR-Abteilungen der unbequemen Wahrheit und Verkäufer der Lüge.

Und wenn man dann bedenkt, dass Syrien wie auch z.B. der Iran dort unten einige der letzten Festen sind, welche nicht von Weltbanken kontrolliert werden, man das Engagement der in Geiselhaft genommenen US-Polizei versteht. Wenn man unseren Medien glauben würde, man auch den Iran bedenkenlos abfackeln könnte … – aber je lauter die Hetze, desto wahrscheinlicher das Gegenteil. Urlaub im Iran? Sollte man mal tun, denn das könnte von der Medien-Firewall nicht gefiltert oder negiert werden. Reiseberichte lassen vermuten, dass das westliche Ministerium für Wahrheit lügt. “they took the babies out of the incubators”, schon klar.

Wer ernsthaft an der Situation in Syrien interessiert ist, der möge sich diesen Artikel verinnerlichen. Die dort analysierte Videodokumentation ist am Ende des Artikels zu finden. ACHTUNG: Realitätsnahe Darstellung von Krieg. Man nehme Verbrecher und spreche sie von allen ihren Vergehen frei – gebe Ihnen vom Westen gesponserte Drogen und Waffen und nenne sie “Freie Syrische Armee“. Was für ein Hohn: man lese die fragwürdigen Infos bei Wikipedia und schaue sich dann das Video an … – ich schäme mich.

Dez 18 2012

Pluralistische Ignoranz

„Wenn Menschen sich in der Beurteilung einer Situation unsicher sind, dann neigen sie dazu, zu beobachten, wie andere Menschen sich verhalten. Diese befinden sich jedoch in derselben Schockstarre, und reagieren nicht, was einen selbst wiederum darin bestärkt, ebenfalls nicht zu reagieren. Selbst wenn ein Fünkchen Wahrheit gelegentlich mal durchsickert, geht dies in der gigantischen, sich stets wiederholenden Informationsflut der Massenmedien einfach unter.“

„Am schnellsten kommt man der Wahrheit ein gutes Stück näher, indem man einfach zu jeder veröffentlichten Meinung über das glatte Gegenteil nachdenkt. Besser ist es natürlich, genauer zu recherchieren, denn dann erlebt man eine interessante Reise der Erkenntnis, wenn man nach Georg Christoph Lichtenbergs Devise vorgeht: Was jedermann für ausgemacht hält, verdient am meisten untersucht zu werden.“

Für mich einer der lesenswertesten Artikel überhaupt und quasi die Weltformel: http://www.steuerboykott.org
Aber wie Martin K schon systemkonform anmerkte: „Bist Du irre? Kein Mensch kann so viel lesen!!!!“

Nov 22 2012

Nothing runs anymore …

“Nothing runs anymore … nothing works – but the people are the same and the people will do anything to get what they need.” – Ich finde es faszinierend und erschreckend zugleich, wie nah einige Science-Fiction-Filme aus den 70er Jahren der Gegenwart kommen. Filme wie “Soylent Green” oder “Network”. Eine Welt, in der sich die “Eliten” scheinbar auf das Allerschlimmste vorbereiten. Eine Welt, in der sich Fortschritt ausschließlich über steigende Kurse und Dividenden definiert. Eine Welt, in der sich Reiche einmauern. Eine Welt, in der es nicht vorgesehen ist, dass man zufrieden ist mit dem, was man hat. Eine Welt, in der es mehr Schulden gibt als Werte. War das schon immer so oder ist es die logische Konsequenz? Geschichtlich der Zenit der Schuld meist in einem Krieg endete – und Kriege stets einen Boom auslösten. Ein System, welches zerstören muss, um wachsen zu können. Mir die Szene aus “Soylent Green” nicht aus dem Kopf geht, als Menschen mit dem Radlader verladen werden … – zu viele von ihnen, zu viele Mäuler. Kauft Radlader-Aktien …

Nov 01 2012

Mecklenburg-Vorpommern aktuell: 09.11.2012 Wolgast

Die Ankündigung eines Pogroms?

Für den 9. November 2012 hat die NPD zu einem Fackelmarsch zu dem neu eröffneten Flüchtlingsheim in Wolgast an der Peene in Vorpommern aufgerufen. Diese Provokation am Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938 gegen Juden in ganz Deutschland, organisiert von der SA und von den Sicherheitsdiensten geduldet, garantiert ihr allgemeine Beachtung und lenkt einmal mehr die öffentliche Diskussion über die Situation in den neuen Bundesländern auf den Rechtsextremismus.
Eingeprägt hat sich dieses Thema europaweit mit den pogromartigen Gewalttaten von Neonazis gegen Flüchtlingsheime in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren. Damals konnten sich die Flüchtlinge in Lichtenhagen nur im letzten Augenblick vor den Flammen retten, ohne dass jemals die Verantwortlichen dafür verurteilt wurden.
Es war die Zeit massiver Betriebsschließungen im Osten und die großen Demonstrationen der Betroffenen wurden damit erfolgreich aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Dort, wo es den Menschen nicht gelang, für ihre Anliegen Aufmerksamkeit zu erhalten, zeigte die NPD dass sie sehr wohl mit ihren Themen die Öffentlichkeit erreicht, und ihre Forderungen von der Politik auch umgesetzt werden.
Ist Wolgast eine Neuauflage von Lichtenhagen?
Diesen Beitrag weiterlesen »

Sep 12 2012

So oder so und anders – Fotoausstellung Annette Brandstäter

So oder so und anders

So und nicht anders – möchten wir zum Projekt der Fotografin sagen, das sie anlässlich des 21-jährigen Bestehens des Autonomen Frauenhauses Rostock in Workshops und Interviews mit Frauenhausbewohnerinnen und -mitarbeiterinnen erreicht hat. Die Ausstellung und das Buch…

… handeln von Frauen, die es irgendwann gewagt haben, sich auf ihren Weg zu begeben. Und Frauen, die andere Frauen auf einem solchen Weg begleiten. Unglaublich stark. Schon beim Losgehen.

… erzählt von Frauen, von denen noch vor fünf Jahren nur ein einziges Bild kündete, das die Gesichter hinter dem Wort »Frauenhaus« im Schatten beließ – und sie selbst damit in der Anonymität. Die jetzt, nach einem weiteren Stück eines gemeinsamen Weges, genug Vertrauen und Selbstbewusstsein gefunden haben, ihr Gesicht zu zeigen.

… lässt fühlen, wie stolz Erreichtes machen kann.Und was alles möglich ist, wenn man sich erst einmal wieder zu träumen traut. Was man alles verändern kann. Wie gut sich Leben anfühlen kann. Und was für ein Abenteuer das ist.

Ermutigung ist, was wir alle brauchen.
Termine

Rostock: Haus Böll
20.09. – 4.10.2012

Rostock: Galerie am Alten Markt
5.10. – 26.10.2012

Ausstellungseröffnung am 20.09. 2012 um 16 Uhr im Haus Böll

Das Buch zur Ausstellung ist hier bestellbar:
http://www.blurb.de/bookstore/detail/3515085

http://www.fhf-rostock.de/ausstellungen_broschueren/ausstellungen/ausstellung_bildband_so_oder_so_und_anders.html

 

Aug 19 2012

Hafenentwicklung ist Stadtentwicklung ist Mensch möglich

Am vergangenen Freitag gab es wieder einmal einen freiwilligen Außeneinsatz des JAKOTA-Teams bei bestem Wetter.
Wir nutzten die Gelegenheit einer Führung durch das Containerterminal Waltershof im Hamburger Hafen und wollten uns mit der Hafenentwicklung und ihren Bezügen zur Entwicklung der Hansestadt vertraut machen.

Die Anfahrt gestaltete sich für Minderheiten in der Gruppe durchaus beschwerlich, hier hätte eine Dauerinfusion mit Propofol wahre Wunder gewirkt…

Diesen Beitrag weiterlesen »

Aug 01 2012

Lichtenhagen bewegt, 10.000 DVDs in die Haushalte

Vor nun 20 Jahren haben wir einen Film zu den Pogromen in Lichtenhagen gedreht: “The Truth lies in Rostock” für Channel4 in GB, die Dokumentation lief auch 1993 in 3SAT unter “Die Wahrheit lügt in Rostock”.
Unsere ganz persönliche Stellungnahme zur Verdrehung der Opfersicht in Lichtenhagen.

Aus Anlass der vielen Veranstaltungen, die in diesem Jahr Bezug auf die Ereignisse nehmen, haben wir mit den “Rostocker Stadtgesprächen” die Verteilung dieses einzigen Filmdokuments, was aus der Stadt und durch Rostocker erstellt wurde, organisiert.
10.000 DVDs werden in diesen Tagen in der gesamten Stadt verteilt und sollen die persönliche Erinnerung und Auseinandersetzung ermöglichen. Ein Weg, um eine bewusste Haltung zur Migration und dem Thema von Flucht und Hilfe zu erreichen.

Film auf Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=5P21AfG6SPE

dazu: Spiegel Artikel vom 02.08.2012
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/asyl-statistiken-belegen-rueckgang-von-bewerbern-und-kosten-a-845546.html


Veranstaltungshinweis:

Film- und Gesprächsnacht mit: „The Truth lies in Rostock“ & „Wer Gewalt sät – von Biedermännern und Brandstiftern“
3.8.2012 Peter-Weiss-Haus, Doberaner Strasse, Rostock
Moderation: Michael Schmidt, NDR, Redakteur der bestens mit der Thematik vertraut ist.
initiert von: http://www.stadtgespraeche-rostock.de/
www.peterweisshaus.de/

Jul 01 2012

Neuer Auftritt der DRK Werkstätten in Rostock


Arbeit bedeutet auch für Menschen mit Behinderung Normalität und das Gefühl gebraucht zu werden.
Weiterbildung und soziale Betreuung in den Werkstätten fördern Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung der Behinderten und damit die Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Wir stehen für die Ermutigung und Befähigung von Menschen

und engagieren uns daher auch für die DRK-Werkstätten in Rostock. In Mecklenburg Vorpommern arbeiten etwa 8200 Menschen in den verschiedenen Werkstätten und auf Aussenarbeitsplätzen in vielen Betrieben.

Mit der Konzeption und dem Entwurf der neuen Website möchte die Werkstatt ein persönliches und authentisches Bild vermitteln, das natürlich auch umfassend die Möglichkeiten der Beschäftigung, pädagogischen, sozialen und psychologischen Leistungen darstellt.


Diesen Beitrag weiterlesen »

Jun 15 2012

Im- und Export

Während die halbe mediale Welt rätselt, was der Scheich mit der Superyacht und dem Hubschrauber wohl für Geschäfte in Berlin zu erledigen hat, ist JAKOTA schlichtweg DER journalistische Scoop gelungen: Der Mann ist im Textilgeschäft!

Gut unterrichtete Kreise vermuten, daß dem freundlichen Sarazenen eine kleine, feine Hipster-Bude für Textildesign ins Auge gefallen ist: HROYAL wird demnächst die 50er verbrennen müssen, um Platz für die 100er zu schaffen!
Glückwunsch, Alex – you deserve it!

(Lars aber auch, denn er hat ja Alexs Weihnachtsgeschenk zu verantworten…)

Mai 05 2012

In den Raum rufen und hoffen, dass es jemanden interessiert …

Instagram installiert, JAKOTA hat getestet. Ein Jahr später, die Freundin Filter auf ihren Bildern haben möchte, fasziniert von den Möglichkeiten. Kein Problem, hab ja noch den alten Account, nimm den. Skeptischer Blick und die Frage nach dem Sinn eines Accounts für das blosse Machen von Bildern mit “Frag nicht!” abwiegelnd. Als Herr über Datenbanken und Server natürlich darüber im Bilde, dass man Instagram dann auf “privat” stellen sollte, damit die peinlichen Bilder einer bilderschießwütigen Frau von ihrem nackten, Melone futterndem Typ (ich) nicht das Internet verunreinigen.

Kurz darauf ein Beitrag von Martin zu eben diesem Bild … – großartig. Wieviel kann man falsch machen, wenn man Instagram doch auf “privat” gestellt hat? Genauer lesend sich dann erschließt, dass “privat” sich nur auf die bezieht, die man noch nicht explizit mit “du darfst mir folgen” gekürt hat. Aber warum stand Martin überhaupt auf dieser Liste? Richtig, vor einem Jahr man beim Testen natürlich auch dieses Feature ausprobierte. Danke, ich bin geheilt.

Man mittlerweile einen Facebook-Account braucht, um Musik zu hören, weil Musik ja schließlich was Soziales ist und die Jungs und Mädchen früher am Lagerfeuer das auch immer gemeinschaftlich getan haben. Wer nicht teilt, ist asozial. Und so hauen wir mehr und mehr Informationen in alle Kanäle – uns nicht eingestehend, dass unsere Aufnahmefähigkeit durchaus begrenzt und jede weitere Information zu noch weniger Aufmerksamkeit führt. Unser Gehirn nicht mehr als sensiblen, begrenzten Speicher betrachten, den man nicht als Junk-Mail-Ordner missbrauchen sollte. Uns zudröhnen mit allem was Hipp ist und laut schreit, denn Information kann ja nicht schlecht sein. Aus diesem losen, unsinnigen Gefüge sich schon irgendwann etwas Wertiges herauskristallisiert … . Oder wir enden halt als lallende, analoge Videorekorder.

Das Ende der Welt ist das nicht. Es ja doch noch Photo-Apps ohne Login und ohne “Welche-Infos-willst-du-NICHT-teilen”-Phalanx gibt. Programme, bei denen man keine 100 Varianten des Begriffes “privat” entschlüsseln muss. Heil Mark und deinen 1.000.000.000 Facebook-Usern … – 3 Dummy-Accounts davon gehören mir. Will ja schliesslich doch Musik hören.

Hausaufgabe: einen Monat lang keine Massenmedien konsumieren und nur direkt mit Menschen kommunizieren. Habs geschafft und mir gehts besser, meine Rechenzeit gehört wieder mir. ;)

Apr 21 2012

“Soweit ich mich erinnere, sind wir immer arm gewesen”

c Gerhard Kemme

in der aktuellen Ausgabe von brand eins, Schwerpunkt Kapitalismus, ist ein erholsamer Artikel von Peter Lau über den Hamburger Stadtteil Osdorfer Born. Ein sozialer Brennpunkt, in dem der Autor selbst aufgewachsen ist.

Zitate:
“Soweit ich mich erinnere, sind wir immer arm gewesen” – Peter Lau kehrt zurück in einen sozialen Brennpunkt und findet die Zivilgesellschaft.

“Neben armen Arbeitslosen gibt es auch arme Arbeitnehmer im Born. Sie fahren morgens mit dem Bus, der immer zu spät kommt und immer zu voll ist. Zu einer Arbeit, die kaum einer machen will und für die sie trotzdem nur wenig bekommen. Und stehen dann abends vor einer Familie, die schon so lange nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll … Die Armut sieht man den Menschen dort häufig von Weitem an: Sie sind blass oder überbräunt, ausgezehrt und zugleich übergewichtig, müde.”

Ein guter Text, das Klischee überwindend, einfühlsam, ohne Darstellungssucht und offen.
Jetzt kostenlos zu lesen auf der brand eins Website:
http://www.brandeins.de/magazin/kapitalismus/ein-ort-an-dem-du-sein-kannst-wer-du-bist.html

Apr 11 2012

Endlich Frühling in Rostock, jetzt mit Design-Säulen.

 

Die KTV zeigt in einer OpenAirAusstellung neue Blumensäulen und zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht.

Wer immer hier aktiv geworden ist, feine Idee, die tut nicht weh. Giesser mögen sich erbarmen. Auch wir haben schon Patenschaft für obige Gewächse übernommen.
Sicher gibt es einen politischen Hintergrund, ergeben sich doch durch die Stickernähe… jede Menge Gedankenzusammenhänge. :-)…Ausgedichtet.
research:
http://www.google.de
http://www.das-ist-rostock.de/

http://www.gruene-mv.de/

Seite 1 von 41234