Mayday!
Wann immer man anfängt, bestimmte Dinge als gegeben und fundamental zu betrachten, sich eine Explosion ereignet … . Anschließend sich dann damit tröstend, dass ja alles noch viel schlimmer hätte kommen können. Außerdem hat Rauch ja auch seine schönen Seiten und gut klingen tut es ja auch irgendwie. Nur meinen Lieblingsregler hat es erwischt. oO
Immersionsflug nach Sonnenuntergang
Für HD bitte unten im Player auf 720p stellen. Mein 3. Flug mit einer Funk-Video-Brille. 37 bestätigte Mückenstiche in 20 Minuten ich mir einfing. Künstlicher Horizont inaktiv, da ich vergaß ihn zu kalibrieren. Dies war ein Reichweitentest und ich wollte sehen, ob die Kamera noch genug sehen kann nach Sonnenuntergang in Vorbereitung auf eventuelle Nachtflüge. Es war absolut windstill und so flog sich das ganze wie auf Schienen. FPV changed my life. :)
Department of Procrastination goes GoPro
720p. 960p. 1080p.
Sonne. Wolkenloser Himmel. Leichter Wind verschafft der Warnow eine Gänsehaut. Segelwetter!
30 fps. 60fps. True HD.
Kleine Menschen takeln unwesentlich größere Boote auf. Angekleidet mit Neopren oder Trockenanzug, Sonnenbrille und Weste.
f/2.8. Fixfocus. 170° bei 720p/960p. 127° bei 1080p.
Boote werden geslippt. Die kleinen Menschen springen flink an Bord. Kurzes Hantieren an Schwert und Ruder und Großschot. Abstoßen vom Steg. Los geht’s!
Traditionsgemäß interessiert sich bei Jakota ein erklecklicher Anteil der Belegschaft für audiovisuelle Aufnahmetechniken jedweder Art. Dass es dennoch so lang gedauert hat, bis sich eine GoPro in die Abteilung für Zeitverschwendung verirrte, hängt zweifelsfrei mit persönlichen Verfehlungen innerhalb der Abteilung “Einkauf” zusammen; personelle Konsequenzen werden die Folge sein.
Seit einer guten Woche befinden sich nun gleich *ZWEI* GoPros im Anlagevermögen der Firma. Dieser Text handelt vom zweiten Test im Rahmen ernsthafter Evaluation und Grundlagenforschung.
Nachdem Test #1 in die hohen Lüfte oberhalb von 300 Meter über dem Meeresspiegel führte, nahm sich Test #2 der Leistungen aus Frosch- oder besser Fisch-Perspektive an. Eine kleine Jolle sollte es dieses Mal sein.
Erste Gehversuche im Büro zeigten, dass sich die – nicht einmal zigarettenschachtelgroße – Kamera gut ausrichten läßt. Obwohl ein Kontrollmonitor fehlt, macht die stark weitwinkelige Optik ein Ausrichten “Pi mal Daumen” möglich. Anfängliche Überlegungen, die Kamera als “bird’s view” vom Mast in die Jolle schauen zu lassen, wurden verworfen, da ein passender “roll bar mount” es nicht rechtzeitig ins Labor schaffte. Zudem dreht sich der Mast der gewählten Jolle mit der Segelstellung, für den ersten Versuch sollte es eine etwas “ruhigere” Teststellung sein.
Montiert wurde die Kamera letztendlich auf der Mastbank eines Optimisten, weltweit die verbreitetste Bootsklasse für segelnde Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Befestigt wurde sie mit dem mitgelieferten Saugfuß (“suction cup”), vergleichbar mit den Lösungen, die auch kleine Navigationsgeräte an der Autoscheibe halten. Als zusätzliche Sicherung dienten Tape und eine Leash, einige Foren-Berichte über verlorene Kameras spielten eine nicht unwesentliche Rolle bei dieser Entscheidung. :-)
Grundsätzlich bietet GoPro alle erdenklichen Befestigungsmöglichkeiten an, dem erwähnten Saugnapf stehen in der gewählten “Motorsports”-Edition noch diverse selbstklebende Halterungen und ein 3-Wege-Pivot-Arm zur Seite.

Aufgezeichnet wurde in 1080p – wer hat, der kann :-) Der 720p-Test findet in der nächsten Woche statt, satte 170° versprechen deutlich “fetzigere” Bilder im Fischaugen-Look…
Das Resultat der 1080p-Aufzeichnung überzeugt: Knackige Schärfe, satte Farben und ein respektabler Umgang mit Gegenlicht überzeugen auch noch letzte Zweifler; das Ding rockt! Nach 83 Minuten liegen knappe 10GB auf der SD-Karte, nicht ein Kompressionsartefakt oder Ruckler trüben die 30-fps-Aufzeichnung. Respekt!
Zurück ins Büro, der Lego-Todesstern will auch noch zusammengebaut werden.
P.S. Danke an den RSC92, der die Aufzeichnung ermöglichte.
Helden der Creation
Viel gibt es dazu nicht zu schreiben. Doch steht eins fest. Musik, wie wir sie heute kennen, wäre ohne diese Menschen nicht denkbar…
Steve Reich – City Life
http://www.youtube.com/watch?v=OY5_cwN1i74
Iannis Xenakis – Rebonds
http://www.youtube.com/watch?v=ziQjykdLDVU
Egar Varese – Ionisation
http://www.youtube.com/watch?v=TStutMsLX2s
Karlheinz Stockhausen – Helicopter Stringquartett
http://www.youtube.com/watch?v=13D1YY_BvWU
Morton Feldman – Rothko Chapel
http://www.youtube.com/watch?v=ih0tGf8mE4s&feature=related
John Cage – 4:33
http://www.youtube.com/watch?v=HypmW4Yd7SY
„Ich kann nicht verstehen, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Mir machen die alten Angst.“ John Cage, Komponist
Arnold Schönberg – Verklärte Nacht
http://www.youtube.com/watch?v=D84sLB8tUMo&feature=related
Frank Zappa – Dupree’s Paradise
http://www.youtube.com/watch?v=J6UgzNJfpfA
what motivates us?
Auf Youtube gibt es von der RSAorg ein paar sehr schöne Videos zu interessanten Fragen und Sachverhalten. Eine Frage war “what motivates us”. Sowohl die 10 Minuten Monolog als auch die grafische Umsetzung sind aus meiner Sicht sehr gelungen. Hier nun kann sich jeder selbst in Bild davon machen:
Video-works = conceptional works
Vorweg: Wenn es um die technische Auseinandersetzung mit digitalen Videos geht, so ist ThomasE bei uns DER Mann. Ich, als Techniknoob, habe versucht einen Weg durch dir Irrungen und Wirrungen der digitalen Filmproduktion zu finden. Und zwar vom Standpunkt eines Kreativen.
Zunächst mal brauchen wir zwei Cases an denen ich die jeweiligen Arbeitsschritte erklären kann:
In beiden Cases geht es um Full HD Material. Schließlich sind wir nicht von gestern.
Case 1
Ein aufwendig gemachter Kurzfilm mit einer anständigen Postproduktion. Das heißt: Farbkorrekturen, Schärfen, Audiocompositing. Zeit für Produktion nach dem Dreh: 10 Tage. Länge des Kurzfilms: 10 min.
Case 2
Für eine Präsentation sollen Interviews geschnitten werden. Das muss nicht superschick aussehen. Auf den Inhalt kommt es an. Vor allem ist die Produktionszeit von einem Tag sehr knapp bemessen. Lange des Zusammenschnitts: 10 min.
Das Storyboard
Ja ganz richtig. Wir gehen erst mal 5 Schritte zurück in die Konzeptphase. Das gilt für beide Cases. Storyboards sind wichtig wenn es darum geht intern und extern die Dramaturgie des Films zu besprechen. Man kann so ein Storyboard analog zeichnen aber auch Software dafür benutzen.
Junkfood
Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen man ahnungslos auf etwas stößt, das einem einen kalten Schauer der Begeisterung über den Rücken jagt. Ich bin über ein Video der Band White Denim gestolpert. Wow, Licht wie im Film “Hundstage” und dann dieses Bassgeschrummele dazu. Perfekt.
Laßt uns mal wieder auf dem Schrottplatz spielen gehen!
White Denim – Shake Shake Shake
