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Back to childhood – JAKOTA auf dem Pangea 2016

Wer in den letzten Wochen des Öfteren in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis die Stadt Ribnitz-Damgarten gehört hat, wird sich wahrscheinlich fragen, was an dem kleinen Ort zwischen Rostock und Stralsund so besonderes ist. Seit 2013 wird hier jährlich das Pangea Festival veranstaltet. Der ehemalige Militärflugplatz auf der Halbinsel Pütnitz am Ribnitzer See ist somit im Sommer Anzugspunkt für Tausende Sport- und Musikbegeisterte, um sich so richtig auszutoben.

Moment … Pangea? Der Superkontinent?

 Ja, auch das. Aber hierbei geht es weniger um das Verbinden von Landmassen, als um Livemusik, Funsport und das Thema Kindsein. Es ist also durchaus zu erwarten, neben Bikern und Boardern auch auf begeisterte Bobby Car-Fahrer zu treffen oder entzückte Rufe zu hören, wenn wieder jemand den Weg in das Bällebad gefunden hat. Und wir zwischendrin! Was in der Woche zuvor als Orgahilfe für das Festival begann, entwickelte sich zu einem ganz eigenen Projekt. Die Idee war, mittels Beamer und einer Classic-Konsole eine Möglichkeit zu schaffen, für die Pangeaner nach Sonnenuntergang mit Mario, Peach und Co. zu daddeln. Die Mittel beliefen sich auf einen Flugzeughangar als Hintergrund, einen 12.000 ANSI Lumen Beamer und ein N64.

Damit aber weder der Beamer noch die Konsole innerhalb des Festivals Schaden nahmen, mussten beide geschützt und möglichst wasserdicht verbaut werden. Also: Werken! Wobei das Basteln und Testen der jeweiligen Konstruktionen weniger problematisch waren. Eher einen Stapelfahrer zu finden, der nicht im Stress war, um den Beamer-Kasten 50 Meter entfernt von der Hangarwand anzubringen. Und irgendwie Strom an eben jenen Kasten zu bekommen. Ersteres konnten wir am Montag vor dem Festival bewerkstelligen. Dienstag letzteres. Zwei Punkte auf der Liste abgehakt. Ab ans Testen der Konsole: Dafür wurde just der Büro-Beamer zweckentfremdet. Kaum 10 Minuten nachdem der Powerknopf gedrückt wurde, scharrten sich auch schon mehrere Jungs und Mädels vom Aufbauteam um uns und waren ganz begeistert. Es konnte nur gut werden. Kurz vor dem Zusammenpacken und dem Antritt nach Hause durften wir aber noch einen Blick auf den eigentlichen Beamer werfen, der für das Festival besorgt wurde. Und mussten feststellen, dass dieser viel zu lang war. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 22:32 mittlerweile. Kurze Motivationsflaute, dann ab zurück in den Hangar, Durchstarten und Verlängerung bauen, Staplerfahrer finden und zurück. Um halb zwei hing schließlich alles, der Kasten für die Konsole stand, der Strom war verlegt und wir auf dem Weg nach Hause.

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 Und das Festival an sich?

War wirklich genial! Tagsüber haben wir die Hitzewelle genutzt, um uns auf den Schwimminseln auszubreiten, beim Graffiti-Workshop zu testen, was wir grafisch auch ohne Monitor vor der Nase drauf haben, zu longboarden und windskaten, diverse Hüpfburgen zu erobern und den Blubb für uns zu entdecken. Wem das noch nicht reichte, hat sich eine der anderen vielfältigen Möglichkeiten gesucht, um Neues zu lernen oder einfach Spaß zu haben. Und wer von uns am Abend schon gegen 23 Uhr im Zelt lag, weil er eigentlich schon völlig knülle war, stand eine Stunde spätestens wieder in der Räuberhöhle, dem Tanz Tipi oder einer der anderen Locations, um sich von den Beats und Bässen mitreißen zu lassen. Natürlich haben wir uns auch das Mario Kart-Spielen spät in der Nacht nicht nehmen lassen!

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Fazit:

Wer glaubt, er habe festivaltechnisch mit dem Hurricane schon das Event des Jahres erlebt, sollte sich definitiv nächstes Jahr das letzte Augustwochenende Zeit nehmen. Beim Pangea sind die Grenzen des Körperlichen nicht der Weg zur Bühne und die Musik nicht der Höhepunkt der Veranstaltung. Wer Spaß daran hat, Neues auszuprobieren und auf ähnlich sport- und kulturbegeisterte Menschen zu treffen, wird bei diesem Event voll auf seine Kosten kommen. Danke für vier großartige Tage!

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