Smarter öffentlicher Nahverkehr in Rostock. Mit der RSAG.

Weg vom privatem Auto – hin zum öffentlichen, entspannten Verkehrsmittel. Die Rostocker Straßenbahn AG hat einen Auftrag: Die Bürger für Busse und elektrische Straßenbahnen zu begeistern und damit für eine umweltfreundlichere, saubere Hansestadt zu sorgen. Im Sommer wurden auch neue Busse gekauft, die der Abgasnorm Euro 6 entsprechen: weniger Dieselverbrauch und Emissionsausstoß. Damit es den Rostockern also noch einfacher fällt, das Auto gegen die „Öffis“ einzutauschen, und sie dazu pünktlich an ihrer Haltestelle sind, hat die  JAKOTA Design Group den RSAG-Fahrplan für die Hosentasche entwickelt, eine App. Gleichzeitig gab es einen Relaunch der Website www.rsag-online.de. 

Die Herausforderung

Die RSAG hat in den letzten Jahren verstärkt ein verändertes Online-Nutzerverhalten festgestellt. Rund 75% der Fahrgäste, die wissen möchten, wann ihr Bus oder ihre Straßenbahn wo abfährt, recherchierten überwiegend mit dem Smartphone oder Tablet. Um den Kunden die Suche zu erleichtern und zu beschleunigen – kurzum eine schlankere Navigation zu ermöglichen, wurde die bis dato fünf Jahre junge Website neu strukturiert und designt. Denn: Das responsive Design der Website entsprach nicht mehr den Anforderungen der Fahrgäste: Info-Tabellen und Fahrplanauskunft waren den mobilen Endgeräten nicht mehr gewachsen. Es gab Lücken in der Navigation.

Das Ergebnis

Innerhalb eines Jahres optimierte JAKOTA gemeinsam mit der RSAG deren Website, und tüftelte an der Mobile-App. Im Mai 2018 war es soweit: Die App ging online und kann seitdem kostenlos im iOS-Appstore und Google Play Store heruntergeladen werden. Für die Kunden ist es möglich, sich von überall und rund um die Uhr über die Abfahrtszeiten zu informieren. Verkehrsauskünfte und -meldungen erfolgen in Echtzeit. Ein weiterer Clou: das mobile Ticket. Demnach könnten Fahrscheinautomaten bald in Vergessenheit geraten. Die Kunden können den den Fahrschein bargeldlos kaufen. Bezahlt wird über das SEPA-Lastschriftverfahren, die Kreditkarte oder die Mobilfunkrechnung. Die Preise des MobileTickets sind identisch mit den Preisen beim Kauf über Automaten oder Verkaufsstellen.

Weitere Features in der App: Mittels GPS Ortung immer die nächstgelegene Haltestelle zu finden, sich seine persönliche Favoriten-Haltestellen anzulegen oder die Fußwegezeit anzeigen zu lassen.

Optimiert wurde die Darstellung der Service-Angebote: Auf der Startseite sind Fahrplan, Haltestellen und Verkehrsmeldungen auf Augenhöhe des Users platziert. Kein Klicken und Scrollen mehr. Das Abo-Online Angebot ist jetzt ohne Registrierung möglich, der Veranstaltungskalender und der Social Media Newsroom sind neu. Für Journalisten und Pressevertreter ist ein eigener Informationsbereich geschaffen worden. Das Online-Bewerbungsformular ist verbessert. Der beliebte Speiseplan ist strukturierter und responsive designt.

Der Prozess

 

Ausschnitt der alten Website

Das JAKOTA-Team im Brainstorming-Prozess

Die RSAG-Startseite vor dem Relaunch

Wireframes mit Verlinkung

Das Fazit 

Rostock ohne die blaue Straßenbahn? Kaum vorstellbar. Die Firmengeschichte der fast 100 % igen Tochter der Hansestadt reicht lange zurück. Als im Jahr 1881 die Fahrgäste noch mit einer schienengebundenen Pferdebahn durch die Innenstadt befördert worden sind, 1904 dann die Ablösung durch die elektrische Straßenbahn erfolgte, war damals nicht abzusehen, dass sich die Rostocker Straßenbahn AG nach mehr als einem Jahrhundert, zum größten Nahverkehrsunternehmen für Straßenbahn und Bus in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln würde und damit in und um Rostock Monopolstellung erreicht. Seitdem haben jährlich mehr als 40 Millionen Personen das 200 Kilometer Liniennetz genutzt und sind an 550 Haltestellen ein- und ausgestiegen.

 

Seit dem Relaunch konnten wir die ohnehin große Anzahl an mobilen Nutzern noch um 5 % steigern. Damit konnten wir eine junge mobile Zielgruppe aufbauen, die unsere Online-Services täglich nutzt. Potenzial gibt es hingegen noch bei den älteren Nutzern, die die Seite vom heimischen PC aufrufen. Man sollte die weiterhin hohe Anzahl an Nutzern, die Fahrpläne und Unterseiten ausdrucken möchte, nicht unterschätzen.

Anika Flanderka, Online Marketing RSAG

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